Verhütungsmittelfonds

Kostenübernahme von Verhütungsmitteln

Ziel des Verhütungsmittelfonds ist es, Frauen und Familien mit geringem Einkommen bei der Familienplanung zu unterstützen: Der Landkreis Limburg-Weilburg übernimmt die Kosten auf vorherigen Antrag.

Der Empfängnisverhütungsmittelfonds steht Frauen zur Verfügung, die Leistungen nach SGB II, SGB XII, AsylbLG beziehen und die Mittel hierfür nicht selbst aufbringen können. Es handelt sich jedoch um eine freiwillige Leistung, auf die kein Rechtsanspruch besteht.

Es werden Kosten für ärztlich verordneten Empfängnisverhütungsmittel (solange Mittel vorhanden sind) übernommen:

  • Pille
  • Kupferspirale
  • Hormonspirale
  • Hormonimplantat
  • Dreimonatsspritze
  • Diaphragma
  • Vaginalring
  • Verhütungspflaster

Kosten für Kondome werden nicht übernommen.

Hier können Sie sich beraten lassen und den Antrag stellen: (Bitte vereinbaren Sie vorher einen Termin.)

Schwangerenberatungsstelle donum vitae Limburg
Diezer Straße 38a, 65549 Limburg
Tel.:06431 408625
info@donum vitaedonumvitae-limburgdonum vitae..de
www.donumvitae-limburg.de
Montag - Freitag 9.00 – 12.00 Uhr
und Montag  14.00 – 17.00 Uhr

Schwangerenberatungsstelle Diakonisches Werk
Bahnhofsplatz 2a
65549 Limburg
Tel.: 06431 21740
info@donum vitaedw-limburg-weilburgdonum vitae..de
www.dw-limburg-weilburg.de
Montag – Freitag 9.00-16.00 Uhr

Pro Familia Limburg
Konrad-Kurzbold-Straße 6,
65549 Limburg
Tel.: 06431 26920
www.profamilia.de/Limburg
Donnerstag 9.00 – 12.00 Uhr

 

Für die Antragsstellung auf Unterstützung aus dem Verhütungsmittelfonds
benötigen Sie

 

 

Errichtung des Verhütungsmittelfonds

donum vitae Limburg hatte sich seit vielen Jahren für die Errichtung eines Fonds eingesetzt und konnte schlussendlich überzeugen: 2017 wurde als Pilotprojekt ein Verhütungsmittelfonds im Landkreis Limburg-Weilburg eingerichtet.

Von den Krankenkassen werden die Pille und andere Verhütungsmittel  für bedürftige Frauen und Paare ab 22 Jahren  nicht erstattet. Der Hartz-IV-Regelsatz sieht derzeit gut 15 Euro monatlich für die Gesundheitspflege vor. Dazu gehören auch Verhütungsmittel. Das reicht meist nicht aus.

Mit dem Verhütungsmittelfonds wird diese Lücke für Empfängerinnen von staatlichen Transferleistungen (wie ALGII, Sozialhilfe und Asylbewerberleistungsgesetz) geschlossen, um Frauen und Familien mit geringem Einkommen bei der Familienplanung zu unterstützen: Der Landkreis Limburg-Weilburg übernimmt die Kosten auf vorherigen Antrag.

Ab 1.1.2019 gilt folgende Regelung:

  1. Die Antragsstellung ist bei einer Schwangerenberatungsstelle in Limburg-Weilburg möglich.
  2. Der Geldbetrag für das Verhütungsmittel muss  von den Antrgsstellerinnen nicht mehr vorgelegt werden (bei einer Spirale immerhin ca. 350€)
  3. Die Verwaltung des Fonds übernimmt donum vitae Limburg.

 

 

Die Vertragsunterzeichnung

 

Limburg-Weilburg. Mit dem Ziel, im Rahmen der sozialen Daseinsfürsorge Frauen, Männer und Familien mit geringem Einkommen bei der Familienplanung zu unterstützen, hat der Landkreis Limburg-Weilburg im Jahr 2017 als Pilotprojekt einen Empfängnisverhütungsmittelfonds eingerichtet. Anlass war eine Bitte des Vereins donum vitae e.V. an die CDU-Kreistagsfraktion, deren anschließender Antrag in einen entsprechenden Beschluss des Kreistages mündete. Zweck des Empfängnisverhütungsmittelfonds ist es, berechtigte Personen bei der Anschaffung von Verhütungsmitteln zu unterstützen.

  • Berechtigte Personen sind Bezieher von Leistungen nach dem SGB II (Jobcenter), SGB XII und AsylbLG (Sozialamt)
  • Nicht berechtigt sind Personen, die einen gesetzlichen Anspruch auf Leistungen der Empfängnisverhütung nach dem SGB V (Krankenkasse), dem SGB VIII (Jugendamt) oder dem § 49 SGB XII (Sozialamt) haben, und Personen, die keine Beratung nach § 2 SchKG in Anspruch nehmen

Die Abwicklung und Auszahlung erfolgte bisher im Sozialamt. Schwachstelle war, dass aus Datenschutzgründen die Inanspruchnahme nicht von der Vorlage über eine Beratung nach dem SchKG (Gesetz zur Vermeidung und Bewältigung von Schwangerschaftskonflikten) abhängig gemacht werden konnte. Die Verwaltung, Abrechnung und Evaluierung wird nun zum 1. Januar 2019 an donum vitae e.V. als Träger übergeben. Das gab Landrat Manfred Michel bei einem Pressegespräch im Kreishaus in Limburg bekannt. Für den Träger donum vitae waren Marlies Schweitzer und Regine Bach vor Ort, für die Beratungsstelle von pro familia Sandra Pappert-Rausch, für die Diakonie Uwe Schaar.

„Aufgrund der Erfahrungswerte zur Inanspruchnahme der Fondsleistung ist es einfach sinnvoller, die Träger der Schwangerenkonfliktberatung einzubinden. Dadurch entfällt auch das Datenschutzproblem bei der Beratung“, betonte Landrat Michel. Die Verwaltung, Abrechnung und Evaluierung wird zum 1. Januar 2019 an donum vitae e.V. als Träger übergeben, die Antragsannahme und Prüfung der Voraussetzung kann von allen beteiligten Beratungsstellen (donum vitae e.V., Diakonie und pro familia) durchgeführt werden.

Quelle: www.landkreis-limburg-weilburg.de, 20.12.2018, 11.30 Uhr

 

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