Beratung, Hilfe und Begleitung für schwangere Flüchtlinge und ihre Familie

Pressemitteilung
Bonn, 14. Juni 2016
Viele junge Frauen sind als Flüchtlinge in den letzten Monaten nach Deutschland gekommen, um hier Schutz zu suchen. Sie sind zum Teil mit Kleinkindern unterwegs. Unter diesen Frauen sind viele, die auf der Flucht oder nach ihrer Ankunft hier in Deutschland schwanger geworden sind: In manchen Erstaufnahmeeinrichtungen ist –lt. Aussagen von Beraterinnen–
derzeit jede dritte Frau schwanger.
In intensiven Gesprächen mit Politik und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat der donum vitae Bundesverband nach Möglichkeiten gesucht, wie wir dieser Situation begegnen können. Rückwirkend zum 1. Mai 2016 bewilligte das Bundesministerium
das bundesweite Projekt „Schwangerschaft und Flucht“. Das Projekt wird zentral von der Bundesgeschäftsstelle in Bonn gesteuert und koordiniert.
Kernpunkt des Projektes ist die aufsuchende Beratung:
Passgenaue Angebote für schwangere, geflüchtete Frauen zu entwickeln und bereitzustellen, wird in den kommenden drei Jahren eine der zentralen Aufgaben des Bundesverbandes donum vitae sein, der an über 210 Orten
bundesweit in der Schwangerenkonfliktberatung tätig ist. Seit Flüchtlinge bei uns in größerer Zahl ankommen, engagieren sich ehrenamtliche Vorstände und hauptamtliche Beraterinnen an Orten, wo Flüchtlinge eintreffen und leben;
sie unterstützen und beraten. Dies geschieht in dem Wissen, dass diese Frauen (und ihre Familien) aus anderen Kulturkreisen und Rechtssystemen stammen.
Bundesweit wird an bis zu 30 Standorten eine solche aufsuchende Beratung aufgebaut. Die Beraterinnen und Berater werden nach entsprechender Schulung und Fortbildung schwangere Frauen in Flüchtlingsunterkünf ten und
Erstaufnahmeeinrichtungen betreuen und begleiten.
Neben lebenspraktischen Fragen zu Geburtsmöglichkeiten und f inanzieller Unterstützung geht es in den Beratungsgesprächen angesichts der häuf ig traumatisierenden Erfahrungen der Frauen zudem verstärkt um psychosoziale Beratung. Diese Beratung wird flankiert u.a. von dem Aufbau eines Netzwerks, um den gesetzlich vorgesehenen Schutz des ungeborenen Lebens zu verwirklichen und die wirksamen Angebote der deutschen Schwangerschaftsberatung im Sinne der §§ 2, 5 und 6 SchKG für die Zielgruppe der Flüchtlinge umzusetzen.
Die Arbeit vor Ort soll unterstützt werden durch Dolmetscherinnen, die für diese besonderen Aufgaben qualif iziert werden. Dazu werden auch fremdsprachige Infomaterialien entwickelt.
Weitere Informationen:
Petra Schyma
Fachreferentin
Bundesverband donum vitae e.V.
donum vitae
Bundesverband e. V.
Vorsitzende:
Rita Waschbüsch
Geschäftsführerin:
Andrea Redding
Kontakt für die Medien:
Ariane Heller,
heller@donumvitae.org,
0228/386 73 43

Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 13.10.2016 um 09:06 erstellt.

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